Tarpenbeker Ufer

Im Hamburger Stadtteil Groß Borstel entwickelt die Otto Wulff Projektentwicklung GmbH auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs ein grünes Wohnquartier mit 750 Wohneinheiten.

In zehn Wohnbaufeldern wird am „Tarpenbeker Ufer“ ein Mix aus Eigentumswohnungen, frei finanzierten und öffentlich geförderten Mietwohnungen geschaffen. Das Gesamtgebiet verläuft entlang des Alsterzulaufs „Tarpenbek“ und wird durch zwei Grünzonen in drei Bauabschnitte gegliedert.

In 2016 begannen die vorbereitenden Arbeiten des Baugrunds, der Bau der Erschließungsstraße und die Einrichtung der Baustelle. Inzwischen stehen in den Baufeldern 8, 9 und 10 die vier- und fünfgeschossigen Gebäude in verschiedenen Stadien der Fertigstellung. In diesen drei Baufeldern entstehen 210 Mietwohnungen und 60 Eigentumswohnungen. Hier läuft in Teilen schon der Innenausbau. Im 4. Quartal 2018 kann das Baufeld 10 an die Baugenossenschaft freier Gewerkschafter eG (BGFG) übergeben werden und die ersten Mieterinnen und Mieter können ihre Wohnungen am Tarpenbeker Ufer beziehen. Die Übergabe des Baufeldes 9 erfolgt 3-4 Monate später. Der Vertrieb der Wohnungen der Baufelder 7 und 8 ist bereits im Gang.

Die Bebauung in den einzelnen Baufeldern wird durch Grünzonen gegliedert und aufgelockert.  Zur Tarpenbek und zur Erschließungsstraße entstehen unterschiedlich ausformulierte Raumkanten.  Ein geschlossener straßenbegleitender Baukörper und eine rückwärtige, ruhig gelegene, kleinteiligere Bebauung gruppieren sich in der Regel um einen kleinen Quartiershof. Die Raumkante zur Straße wird über großzügige Durchgänge in die begrünten Innenhöfe aufgebrochen.

Zwischen Baufeld 7 und 8, südlich des Quartiersparks gelegen, entsteht eine Kindertagesstätte mit 127 Plätzen für Kinder in einer Teil- und Ganztagesbetreuung. Nach dem Richtfest im Februar 2018 ist die Fertigstellung für Ende 2018 geplant. Zur Inbetriebnahme Anfang 2019 wird die sogenannte Werkstatt-Kita an den Arbeiter-Samariter-Bund (Hamburg) übergeben. Mit dem „Werkstatt-Kita-Konzept“ wird hier ein besonderes Modell realisiert, bei dem Raum und Materialien die Kinder zum Lernen animieren sollen.

Neben einer kleineren Grünanlage im Westen des Quartiers entsteht im Osten als „grüne Mitte“ ein öffentlicher Quartierspark mit einem großzügigen Spielplatz. Der Bezirk Hamburg-Nord hat hierzu für 2019 eine gemeinsame Ideenfindung zur Ausgestaltung des Parks mit der neuen Bewohnerschaft aus dem Tarpenbeker Ufer geplant.

Auf der Südseite des „Tarpenbeker Ufers“ entsteht eine Grünanlage entlang eines neuen 9,50 m hohen Lärmschutzwalls zur Bahn. Die neu entstehende Quartiersstraße „Gert-Marcus-Straße“, wurde einem Groß Borsteler Maler und Bildhauer, der in den 1930-er Jahren nach Schweden emigrierte, gewidmet. Der am Park verlaufende Weg wird „Anni-Glissmann-Weg“ heißen.

Im Sommer 2017 haben die Arbeiten zur Errichtung einer neuen Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Tarpenbek begonnen.  Mit der geplanten Fertigstellung im Sommer 2018 entsteht ein wichtiger Verbindungsweg zwischen dem Quartier „Tarpenbeker Ufer“ und dem Stadtkern von Groß Borstel mit seinen sozialen Einrichtungen, Dienstleistungsbetrieben und verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten. Über die Brücke wird auch der Tarpenbek-Kollau-Wanderweg erreicht, der entlang an altem Baumbestand nördlich der Tarpenbek verläuft und die nördliche Grenze des Quartiers bildet.